Impfungen

Wie funktioniert eigentlich eine Impfung?

Es werden Bestandteile von Krankheitserregern(Totimpfstoff) oder abgeschwächte funktionsfähige Erreger(Lebendimpfung) unter die Haut oder in die Muskulatur gespritzt. Der Körper erkennt sie als fremd und produziert nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip Antikörper (Abwehrstoffe) und bildet ein Impfgedächtnis. Gelangt  irgendwann ein Erreger in einen geimpften Menschen, erkennt das Immunsystem den Erreger sofort und kann dank des Impfgedächtnisses sofort und in grosser Zahl passende Antikörper bilden, die die Eindringlinge mit Fresszellen beseitigen lassen, bevor sie in der Lage wären, eine Krankheit auszulösen.

Welche Impfungen sind sinnvoll?

In Deutschland werden für Erwachsene derzeit folgende Impfungen durch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfohlen:

  • FSME für Zeckenexponierte in FSME-Risikogebieten (u.a. ganz Baden-Württemberg)
  • Hepatitis B bis 18 Jahre; Hepatitis A (infektiöse Gelbsucht) für chronisch Kranke
  • HPV Impfung für Jungen und Mädchen von 12-18 Jahre
  • Influenza (Virusgrippe) generell für alle (jährliche Impfung)
  • Keuchhusten für alle mit Kontakt zu Neugeborenen und Säuglingen (Eltern, Großeltern)
  • Meningokokken B (bakterielle Hirnhautentzündung) bis 18 Jahre
  • Pneumokokken (Erreger einer Lungenentzündung) für alle über 60 Jahren und für chronisch Kranke
  • Polio (Kinderlähmung) generell für alle (Auffrischung bis zum Erreichen von 4 Impfungen)
  • Tetanus und Diphtherie generell für alle (Auffrischung alle 10 Jahre)
  • Windpocken für alle Frauen mit Kinderwunsch
  • Masern-Mumps-Röteln für alle ab 1970 Geborenen ohne oder mit unvollständigem Impfschutz(Masern-Impfpflicht!!)
  • Coronavirus - so bald ein Impfstoff verfügbar ist

Die Impfung führt an der Einstichstelle zu einer vermehrden Durchblutung, leichten Rötung und einem leichten Schmerz  und es kostet Energie, macht müde, was entsprechende Symptome erklärt.

Öffentlich empfohlene Schutzimpfungen werden von den gesetzlichen Kassen bezahlt.

Bei Reisen ins Ausland werden je nach Reiseziel weitergehende Schutzimpfungen empfohlen, wie z.B. Typhus, Tollwut, Meningokokken ACWY und andere mehr. Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie Termine. Normalerweise werden Reiseimpfungen nicht von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Gelegentlich erfolgt auf Antrag dennoch eine Kostenerstattung.